Schlagwort-Archive: Urheberrecht

Verlage und Internetkonzerne werden „ziemlich beste Frenemies“

The title Frenemies A Love Story on a red 3d book cover illustrating a story between friends who have become enemies through deceit and betrayal

Es sind die Goliaths des Internets, Google und Facebook,  auf der einen Seite, und die tapferen Michels der Offline-Welt, die deutschen Verlagshäuser auf der anderen Seite, die sich in diesem ungleichen Kampf gegenüberstehen. Ihre Beziehung ist geprägt von der existenzbedrohenden Konkurrenz um Werbeerlöse und Urheberrechte. In zwei Initiativen (Digital News Initiative DNI bei Google und Instant-Articles von Facebook), reichen Google und Facebook den Verlagen erstmals in einer großen Geste die Hände zur Zusammenarbeit – werden aus unversöhnlichen Gegnern jetzt Verbündete? Und was heißt das für uns, die arglosen Internetnutzer…?

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Derselbe Suchbegriff, aber unterschiedlich viele Treffer? Der Grund sind oft Lizenzfragen

copyright-389901_1280Am Anfang fast jeder Medieninhaltsanalyse steht die Beschaffung der Beiträge oder Clippings. Das geschieht häufig mit Hilfe von Datenbanken, die entsprechend der gewünschten Suchstrings nach relevanten Medienbeiträgen durchsucht werden. Dumm nur, wenn mit denselben Suchbegriffen, für dasselbe Medium und für den selben Zeitraum in unterschiedlichen Datenbanken unterschiedlich viele Treffer ausgeworfen werden. Sind die Datenbanken etwa unvollständig? Ja, und das hat einen ganz einfachen Hintergrund!   Weiterlesen

Von Urhebern und Microstocks: Der richtige Umgang mit Bildern

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Foto: Cory Doctorow on Flickr unter cc-by-sa

120 Millionen Dollar Schadensersatz für geklaute Bilder! Auf diese Summe verklagte der bekannte Fotograf Daniel Morel die Nachrichtenagentur AFP. 2012 postete Morel via Twitter Bilder vom Erdbeben auf Haiti. Die AFP übernahm diese Bilder ungefragt in den eigenen Bildpool und verkaufte sie an Bildagenturen weiter. Dies ließ der Fotograf nicht auf sich sitzen: Zustande kam eine Klage in Rekordhöhe.
Doch nicht immer sind „Täter“ und „Opfer“ so bekannt wie AFP und Morel. Auch Privatpersonen und Firmen nutzen in Studien, Vorträgen, auf Blogs und Social Media Seiten häufig unbedacht Bilder und Fotos aus dem Internet, ohne sich Gedanken über Urheberschutz und Verwendungsrechte zu machen. Vielen Nutzern ist nicht bekannt, dass die unrechtliche Benutzung von Bildern und Fotos genauso strafbar ist, wie beispielsweise der illegale Musikdownload.
Hierauf sollten Sie bei der Nutzung von Bildern genauer achten:

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Creative Commons: Auf dem Weg zu einer freieren Kultur?

Kürzlich gingen in Deutschland und ganz Europa Menschen auf die Straße, um gegen ACTA zu demonstrieren. ACTA steht für Anti-Counterfeiting Trade Agreement. Das Handelsabkommen zur Bekämpfung von Produktfälschungen und Urheberrechtsverletzungen versucht, zwei  elementare Rechte miteinander in Einklang zu bringen: Das auf Freiheit und jenes auf Eigentum. Doch die beste Lösung könnte in den neuen Lizenzformen liegen, die die Organisation Creative Commons entwickelt hat. Urhebern stehen 6 verschiedene Varianten zur Verfügung…

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4 Wege, um Fremdartikel auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen

Copyright Fotolia.comWenn Sie einen fremden Text auf der eigenen Webseite veröffentlichen möchten, müssen Sie einen der 4 nachfolgend skizzierten Wege gehen. Keinesfalls zulässig ist das Veröffentlichen einer Kopie, einer Abschrift, einer Fotografie oder eines Scans vom Text, Teilen des Textes oder verwendeten Bildern ohne Absprache mit den Urhebern, dem Verlag oder einem Wahrnehmungsberechtigten wie VG Wort oder PMG.

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3 kostenfreie Alternativen zum Pressespiegel

1. Alternative: Geringfügigkeitsgrenze
Nach geltendem Recht liegt ein zu lizenzpflichtiger Papierpressespiegel erst vor, wenn Presseartikel in einer Auflage von mehr als 7 Stück kopiert oder nachgedruckt werden. Bleiben Sie unter dieser Grenze, dann müssen Sie keine Gebühren zahlen!

2. Alternative: Umlaufexemplare
Statt den Pressespiegel zu kopieren, können Sie bis zu 7 Umlaufexemplare erstellen, z. B. eines für jede Abteilung. Dabei werden die Umlaufexemplare nach einer auf dem Deckblatt vorgegebenen Reihenfolge von jedem Empfänger gelesen, abgezeichnet und dann weitergereicht.

3. Alternative: Aushang
Die dritte Alternative zum Pressespiegel mag antiquiert erscheinen, aber ein Aushang am Schwarzen Brett ist immer dann eine mögliche Alternative zur Verteilung gedruckter oder digitaler Pressespiegel, wenn es an einem Ort angebracht ist, an dem alle Mitarbeiter wenigstens einmal am Tag vorbei kommen und somit leicht einen Blick auf die neusten Meldungen werfen können. Wenn Sie nur einen, dafür stets aktuellen Artikel aufhängen, wird er am Schwarzen Brett möglicherweise mehr Menschen ins Auge fallen, als wenn er weit hinten im Pressespiegelstapel abgedruckt würde.