Schlagwort-Archive: Inhaltsanalyse

Abbild und Denkbild: Von den Methoden wissenschaftlicher Bildforschung

Blank advertising billboard on wallBilder sind in unserem Alltag ein stets gegenwärtiges und besonders starkes Kommunikationsmittel. Doch wie können bildliche Darstellungen wissenschaftlich korrekt analysiert werden? Weiterlesen

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Bildjournalismus: Was uns der Fotograf sagen will

GaleriebesucherAls in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten Fotos in Tageszeitungen erscheinen, ist das nicht weniger als eine Revolution: Nicht mehr das Wort beherrscht von nun an die Nachrichten; das Bild wird fester Bestandteil der Berichterstattung und macht den Leser fortan zum Augenzeugen. Doch kaum sind die ersten Bild-Zeitungen ausgeliefert, formieren sich bereits zwei Lager: die Befürworter der Pressefotografie, die den Zugewinn an Objektivität gegenüber den Launen des Autors loben, und die Skeptiker, die den Fotos ausschließlich eine sinnlich-emotionale Dimension zugestehen und das Potenzial zur kritischen Reflexion absprechen. Es dauert noch eine Weile – eigentlich fast ein Jahrhundert – bis der Mythos der vermeintlichen Objektivität der Fotografie gebrochen wird…

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Tonalität richtig erfassen: die Königsdisziplin

Wie bewertet man die Tonalität von Beiträgen, in denen es um Glück im Unglück geht: positiv oder negativ? Und wenn Volkswagen mitteilt, 5.000 Arbeitsplätze zu streichen ist das selbstverständlich  schlimm für die Betroffenen, aber die Aktionäre jubeln und der Kurs der VW-Aktie steigt. Wie sollte der Codierer demnach das Sentiment dieses Beitrags einordnen? Nicht umsonst gilt die Tonalitätsbewertung als die Königsdisziplin der Inhaltsanalyse. Die Erfassung wertender Inhaltsmerkmale ist für jedes Unternehmen, das seine Medienresonanz inhaltlich auswerten lässt, von größter Wichtigkeit und gehört entsprechend bei allen Anbietern von Medienanalysen zum Standardrepertoire. Doch die wenigsten unterschieden korrekt zwischen Valenz und Tenor eines Beitrags. Weiterlesen

Leitmedien haben sich auf GEMA eingeschossen

Demoaufruf GEMA in Berlin September 2012Die GEMA erfreut sich unter Clubbetreibern und YouTube-Nutzern ohnehin nicht der allergrößten Beliebtheit. Nach der geplanten Tarifreform, die ab 2013 für den Veranstaltungsbereich gelten soll, haben nun auch die Medien nochmal kräftig drauf gehauen.  Wir haben mit Hilfe einer Medieninhaltsanalyse die Meldungen der deutschen Print- und Onlinemedien von drei Monaten untersucht und festgestellt, wie kräftig. Die Fokusstudie, die ohne Kundenauftrag entstand, ist kostenlos bei Slideshare abrufbar.

So funktioniert eine Inhaltsanalyse

Medienanalysen sind eine zentrale Dienstleistung von pressrelations – das wichtigste Werkzeug dafür ist die quantitative Inhaltsanalyse. Mit ihr werden formale Merkmale wie Medium und Erscheinungsdatum, inhaltliche Merkmale wie Thema und Akteure, sowie wertende Merkmale wie der Tenor eines Beitrags erfasst. Mittels der quanitativen Inhaltsanalyse, einem etablierten Instrument der empirischen Sozialforschung, können große Mengen an Beiträgen in kurzer Zeit untersucht und ausgewertet werden. Grundlage dafür ist ein Codierschema, anhand dessen jede Meldung untersucht wird. Dabei wird für jede der vorher festgelegten Variablen (z.B. Tenor des Berichtes) die entsprechende Ausprägung (z. B. explizit positiv, ambivalent, implizit negativ) erfasst und in einer Datenbank notiert. Die gesammelten Daten können statistisch ausgewertet und Aussagen getroffen werden, wie z. B. „es erschienen drei Mal mehr Beiträge zum Thema XY mit positivem, als mit ambivalentem Tenor“ oder „der Tenor des Berichts korreliert positiv mit der der Nennung des Geschäftsführers“. Weiterlesen

Neue Studie: Die deutsche Atomwende in den Medien

Eine unserer aktuellen Untersuchungen geht der Frage nach, ob die deutschen Medien nach dem Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung in Folge des Reaktorunglücks in Fukushima anders über Atomenergie berichten als zuvor. Dazu wurden 1.150 Meldungen zum Thema Atomenergie und regenerative Energie in den Tageszeitungen Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, taz und Bild analysiert. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Zeitungen auf das Atomunglück im japanischen Fukushima im Einklang mit der Bundesregierung reagierten und die Gefahren von Atomenergie neu bewerteten: Atomkraftwerke wurden als deutlich gefährlicher eingeschätzt als zuvor. Als Ursache für die Gefährlichkeit der Atomenergienutzung wurden Naturkatastrophen gesehen – die Gefahren durch Terroranschläge oder die Endlagerung von radioaktivem Atommüll wurden jedoch kaum thematisiert. Die regenerativen Energien profitierten leider nicht von der Debatte um den Atomausstieg. Eine Zeitung  positionierte sich zwar atomkritischer als vorher, räumt aber weiterhin atomfreundlichen Beiträgen Platz ein. Lesen Sie eine Kurzfassung auf SlideShare.

PR-Evaluation wohlüberlegt planen

PR kostet Zeit und Geld. Deshalb sollte jeder Schritt in die Öffentlichkeit wohl überlegt sein – es bringt nichts, aufs Geratewohl zu kommunizieren. Gleiches gilt für die PR-Evaluation, also die Messung der Arbeitsergebnisse: nur klare Ziele und exakte Fragestellungen führen zu Erkenntnissen, die Sie wirklich weiterbringen. Alle aufgeführten Hinweise wird Ihnen ein guter Analyst mit Sicherheit im Laufe des Beratungsprozesses geben. Mithilfe dieser Liste können Sie sich entsprechend vorbereiten. Weiterlesen