Presseschleudern als SEO-Instrument?

Wer seine Webseite in der organischen Anzeige bei Google weit nach vorne bringen will – und wer will das nicht – hatte früher einige sehr einfache Möglichkeiten, um die eigene URL möglichst im Web zu streuen, z. B.

  • über Linktausch mit anderen, befreundeten Seiten,
  • über kostenlose Eintragsdienste,
  • über Social Bookmarking-Seiten (digg.com, delicious.com, reddit.com etc.),
  • und durch das Aussenden einer (Presse-)Meldung an möglichst viele Presseportale und Linkfarmen.

Heute funktionieren viele diese Möglichkeiten nicht mehr oder wirken sich kaum noch positiv auf das Ranking bei Google aus, denn dessen Algorithmus hat inzwischen gelernt, billige Manipulationsversuche zu durchschauen und abzustrafen. Wer weiterhin das Suchmaschinenranking positiv beeinflussen will, muss jetzt mehr Aufwand betreiben.

Zunächst muss die eigene Seite für Suchmaschinen optimiert sein. Das bedeutet mindestens das Folgende:

  • Seite muss sehr schnell laden;
  • keiner Programmierfehler auf der Seite;
  • aktuelle Inhalte;
  • Oberfläche muss „responsive“ sein, sich an das Lesegerät (z. B. Smartphone, Tablett) anpassen;
  • gut portionierter Text mit Zwischenüberschriften in der richtigen Reihenfolge;
  • 3 bis 5 Links, davon einige auf die eigene Seite, die übrigen zu hochwertigen externen Inhalten
  • angemessen große Bilder, alle Bildbeschriftungen vorhanden

Außerdem braucht man hochwertige Backlinks von anderen Seiten, die erstens eine hohe Reputation bei Google haben (hohe Domain Authority von 20 oder mehr) und zweitens in einem Beitrag mit hoher inhaltlicher Relevanz verpackt sind. Das so genannte Link building, das SEO-Agenturen anbieten, besteht deshalb vor allem darin, möglichst vielen Seiten mit hoher Webreputation passende, originäre Texte (keine Kopien) unterzujubeln – in der Regel gegen Bezahlung.

Mit anderen Worten: Inzwischen ist es aufwändiger und teurer geworden, bei Google weit vorn mitzuspielen.

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