Langeweile im Wartezimmer adé – der Lesezirkel wird digital

Zwei Frauen im WarteraumSchluss mit abgegriffenen Zeitschriften in der Arztpraxis, ausgefüllten Kreuzworträtseln beim Friseur und quälender Langeweile am Flughafen! Der altbewährte Lesezirkel kommt im digitalen Zeitalter an: Für Benutzer von mobilen Endgeräten werden immer mehr Dienste angeboten, mit denen sie ortsgebunden elektronische Zeitschriften durchblättern können, so genannte „location based media“. Diese fünf Anbieter haben hohen Unterhaltungswert… So wie deutsche Verlage beim eBook-Angebot hinterherhinken, so lahmt auch der Verband Deutscher Lesezirkel bei der Entwicklungen neuer digitaler Lesemodelle. Eine App des Verbands , die das Zeitschriftenangebot für Arztpraxen, Firmen und Friseure digital verfügbar machen soll, befindet sich noch in der Entwicklung und wird, schätzen Insider, nicht vor 2016 auf dem Markt sein. Was es aber bereits gibt, sind diese fünf Angebote:

Share magazines

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Das steckt dahinter: Die kostenlose App für Android und iOS gibt dem Nutzer Zugang zu einem breiten Zeitschriftenkiosk. Er meldet sich über Facebook oder E-Mail an und kann dann von den Partner-Locations auf den Content zugreifen. Orte: Zu den Partner-Locations gehören Paracelsus-Kliniken, Hotelketten wie z.B. B&B, und verschiedene Café-Franchises, darunter Café Extrablatt. Content: Sharemagazines kooperiert mit elf Verlagshäusern, darunter die Funke Mediengruppe und Axel Springer, sodass sie mit einem breiten Angebot von Zeitungen und Zeitschriften aufwarten können – von Cosmopolitan über GEO bis hin zu NEON.

Mediaspot

Mediaspot_LogoDas steckt dahinter: Mediaspot ist ebenfalls für Leser kostenlos. Sie nutzen die iBeacon-Technologie, um ihren Content an bestimmten Orten verfügbar machen zu können. Orte: Die Verfügbarkeit beschränkt sich weitgehend auf Berlin, sodass hier an 35 Orten Zugriff auf den Kiosk möglich ist. Dazu zählen die Meyerbeer-Cafés, Coffee Fellows und das Sommerbad Kreuzberg. Außerdem ist der Service in Fernbussen von BerlinLinienBus nutzbar. Content: Das mediale Angebot ist zwar nicht ganz so umfangreich wie das von anderen LBS-Services, aber bekannte Titel wie Stern, Gala oder Schöner Wohnen zählen dennoch zu den 15 Magazinen, die mit dieser App gelesen werden können.

Tabcircle

tabcircle_LogoDas steckt dahinter: die Idee ist eine Ähnliche wie bei Mediaspot oder Sharemagazines, mit dem Unterschied, dass auch auf dem Laptop Magazine gelesen werden können. Orte: Obwohl Tabcircle einer der ersten deutschen Anbieter von Location Based Media Services war, der einen digitalen Lesezirkel entwickelte, scheint das Unternehmen etwas in der Versenkung verschwunden zu sein. Jedenfalls lassen sich keine Partner-Locations finden. Content: Bei Tabcircle kann der Leser aus 62 verschiedenen Magazinen aus diversen Themenbereichen auswählen, darunter bekannte Titel wie Brigitte, Neon, National Geographic und viele mehr.

Germanwings Travel Media

germanwings_LogoDas steckt dahinter: Fluggäste von Germanwings können bei ihrer Buchung das digitale Leseangebot gleich mitbestellen. Allerdings steht ihnen nicht eine ganze Mediathek zur Verfügung, sondern sie müssen – je nach Tarif – einen bis drei Titel auswählen. Am Gate und im Flieger können sie diese dann auf ihrem mobilen Gerät lesen. Orte: Am Flughafen-Gate und im Flugzeug von Germanwings / Eurowings. Content: ein umfangreiches Angebot von Zeitschriften und auch tagesaktuellen Zeitungen, wie FAZ, Handelsblatt oder nzz können heruntergeladen werden.

BlueBullet.in

Beaconinside_Bluebulletin_LogoDas steckt dahinter: Das Berliner Startup Beaconinside hat mithilfe von iBeacons einen mobilen Lesezirkel entwickelt. Nutzer der App können ohne Anmeldung an bestimmten Orten kostenlos Magazine und Zeitungen lesen. Orte: BlueBullet.in ist bisher in McDonald’s-Filialen in und um München, in den Berliner Wonderpots-Filialen und im Café der Axel-Springer-Zentrale nutzbar. Weitere Locations, wie Hotels, sollen bald hinzukommen. Content: Das Startup kann durch seine Kooperation mit Axel Springer deren Medien kostenlos anbieten, darunter Die Welt, Bild oder der Rolling Stone.
Zusammengestellt von Corinna Lemler

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