Websiteninhalte professionell verwalten – mit dem richtigen CMS

73017666 - Man typist © Sergey NivensWelches Content-Management-System (CMS) ist das beste für meine Webseite? Welche Kosten entstehen neben der Anschaffung durch kostspielige Anpassungen und wie kompliziert ist die Bedienung? Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile und benennt, welche Systeme wirklich praktisch sind. 

Was ist eigentlich ein CMS?
Ein CMS wird vorwiegend dafür eingesetzt, um Inhalte (z.B. von Websites) auf einfache Weise zu verwalten. Texte, Bilder und andere multimediale Inhalte können mittels CMS erstellt, bearbeitet und publiziert werden. Gängige Systeme sind meist so einfach in der Handhabung, dass Benutzer sie auch ohne Programmierkenntnisse bedienen können. Eine Handvoll Programmierkenntnisse benötigen eigentlich nur Personen, die die Administrationsoberfläche selbst bearbeiten, also das CMS auf die Bedürfnisse des Unternehmens anpassen. Diese Oberfläche ist für den „normalen“ Benutzer üblicherweise nicht sichtbar, sondern wird von den Administratoren bearbeitet.

Die Lizenz kann entweder gekauft oder gemietet werden. Kauft man eine Lizenz so fallen über den Kaufpreis hinaus oft Update-Kosten an. Service, Bereitstellung und Pflege des Servers sowie Anpassungen und Templates jedoch sind im Kaufpreis inbegriffen. Entscheidet man sich für die Mietvariante, so wird die Lizenz nicht einmalig erworben sondern gemietet. Der Service ist auch hier meist Bestandteil des Vertrages. Interessiert man sich jedoch für die Open-Source-Lösung, so wird die Software zur freien Verfügung gestellt. Lizenzkosten fallen somit nicht an. Besonders interessant ist die Open-Source-Variante, wenn im Unternehmen Personen mit dem nötigen Know-How beschäftigt werden, die das Open-Source-System selbst auf die unternehmenseigenen Bedürfnisse anpassen können.

Wie die meisten Dinge im Leben weisen auch CMS Vorteile auch Nachteile auf.
Die gute Nachricht lautet: CMS sind einfach in der Handhabung. Wer Grundkenntnisse in Textverarbeitung, Tabellen- und Grafikbearbeitung mitbringt, dem ist es möglich, innerhalb von wenigen Minuten ein CMS zu bedienen. Außerdem kann ein CMS von mehreren Benutzern gleichzeitig verwendet werden. Über das ausgefeilte Rechtesystem können die Rechte der einzelnen Benutzer individuell festgelegt werden. Außerdem lässt sich der gesamte Weg der Bearbeitung bis hin zur Veröffentlichung genau festlegen und zurückverfolgen. Sehr praktisch ist auch, dass die Inhalte, das Layout und das Backend unabhängig voneinander bearbeitet werden. Diese Trennung der Bereiche ist sinnvoll, da die einzelnen Bestandteile so unabhängig voneinander bestehen und beliebig ausgetauscht werden können. Die Inhalte selbst werden meist in einer Datenbank (z.B. MySQL) gespeichert. Das Layout wird über sogenannte Templates (Formatvorlagen) bearbeitet. Eine weitere Besonderheit ist das hohe Maß an Automatisierung. Jede Bearbeitung innerhalb eines CMS verändert automatisch die übergeordnete Funktion. Positiv daran ist, dass beispielsweise Rechtesysteme und Anwenderverwaltung nicht wieder neu erstellt werden müssen.

Die schlechte Nachricht: Automatisierung bedeutet auch Einschränkung. Vorgaben grenzen die Individualität in gewissem Maße immerhin ein. Für individuelle Anforderungen außerhalb des gebotenen Leistungsumfanges ist leider nur wenig Platz.

Wann lohnt sich ein CMS?
Ein CMS lohnt sich auf alle Fälle ab 50 Subsites. Wenn Sie ohnehin höhere Einstellungs- und Pflegekosten für Ihre Homepage haben (beispielsweise durch Agenturen, die Ihren Internetauftritt managen) so rechnet sich ein CMS in den meisten Fällen. Weist Ihre Internetseite einen eher geringen Umfang auf und werden die eingestellten Inhalte unregelmäßig gepflegt, so kann diese auch ohne CMS erstellt werden.

Die Qual der Wahl – Unsere Top 5
Der CMS-Garden bietet mit seinen 12 angebotenen Systemen viele Möglichkeiten. Welches aber das ultimativ beste CMS für Sie ist, hängt von den Bedürfnissen des Unternehmens ab. Am beliebtesten ist weltweit eindeutig WordPress. Eigentlich gibt es für jedes Unternehmen das passende CMS. Je spezifischer die Bedürfnisse, desto mehr Know-How sollte aber mitgebracht werden. Hier unsere Top 5 CMS…

Drupal
Bei Drupal ist weniger eindeutig mehr. Ursprünglich entwickelt als Communitylösung ist Drupal auf das Wesentliche reduziert. Die Standardinstallation bietet zwar nur eine Handvoll Module, doch man erkennt sofort die Stärken des Systems: die kollaborative Inhaltserstellung (User-generated Content). Das Schöne an Drupal ist das vergleichsweise hohe Maß an Freiheit und Flexibilität. Das System geht davon aus, dass Inhalte an mehreren verschiedenen Stellen auftauchen können und stellt für einen guten Überblick Zusammenfassungen und Übersichten da. Diese Zusammenfassungen können beliebig gefiltert werden. Eine weitere große Stärke ist die internationale Verbreitung. Mit 181 verfügbaren Sprachen und einer Anerkennung in 228 Ländern wird Drupal weltweit in einer kontaktfreudigen Community rege genutzt. Großteils in PHP geschrieben kann es mit den üblichen Datenbanken (z.B. MySQL, PostgreSQL und SQLite) verwendet werden. Programmierkenntnisse sind bei diesem vielseitigen System von Vorteil.

Typo3
Verfügbar in 50 Sprachen liefert Typo3 die Basis für Websites, mobile Anwendungen, Intranets, und Webapplikationen für Unternehmen und weltweit agierende Konzerne. Das System gilt als ein wenig komplexer als Drupal. Programmierkenntnisse sind für das Einrichten von Typo3 wichtig. Dafür wird in Punkten Sicherheit der Maßstab hier sehr hoch angesetzt und auch die umfassenden Abstufungsvarianten der Zugriffsrechte sowie die Multisite-Fähigkeit, welche es erlaubt mit 1 Installation eine beliebige Anzahl von Websites zu organisieren, sprechen sehr für dieses CMS. Auch Typo3 bietet eine sehr aktive Community, in welcher sich Spezialisten in Teams organisieren um permanente Qualitätssicherung gewährleisten zu.

WordPress
WordPress ist das weltweit am häufigsten eingesetzte CMS und läuft problemlos bei nahezu allen bekannten Webspace-Anbietern. Das System bietet die Möglichkeit ohne Weiteres komplexe Webseiten, Shops und auch Communities aufzubauen und besticht durch die einfache Handhabung. Das sehr benutzerfreundliche CMS ermöglicht die Inhaltserstellung schon mit dem „nackten System“ und auch das Gestalten eines schönen Designs wird einem bei WordPress leicht gemacht. Anfangs war WordPress nur für Blogger gedacht, doch mittlerweile wurde das System zu einem vollwertigen CMS erweitert. Zahlreiche Erweiterungen und Plugins sind bereits am Markt. Externe Services, wie beispielsweise VideoPress.com zum Upload und Hosten von Videos oder CircuPress zum Versand von Newslettern runden das Angebot ab. WordPress bietet 2 Varianten: WordPress.org und WordPress.com. WordPress.org ist eine mehr oder weniger kostenlose Software, mit welcher eine Website über den Browser gestaltet und verwaltet werden kann. Die Software selbst ist zwar kostenlos, jedoch wird ein Anbieter für die Website benötigt – der dann meist kostet. WordPress.com hingegen hostet die Websites selbst, benötigt demnach auch keine Installation und ist kostenlos. Direkt nach der Registrierung kann man sich ans Werk machen. Die eigene Web-Adresse endet jedoch mit wordpress.com. Eine Umbenennung ist kostenpflichtig. Im Gegensatz zu WordPress.org ist man hier in seiner Arbeit eingeschränkter, doch lassen sich diesbezügliche Unterschiede durch kostenpflichtige Upgrades ausgleichen. Für die Nutzung von WordPress sind generell keine Programmierkenntnisse von Nöten.

Redaxo
Das CMS Redaxo ist deutlich spezieller. Anfangs als reines Framework für Agenturen gedacht, profitieren mittlerweile sämtliche Unternehmen von diesem CMS. Durch die offene Architektur wird dieses System nicht bloß als klassisches CMS verwendet. Auch als Steuerzentrale für zahlreiche andere Anwendungen, wie Intranets, geschützte Loginbereiche und als Kalender- und Adressbuchverwaltung ist Redaxo ein ideales CMS für Agenturen und Redaktionsteams. Auch für Projekt- und Kundenverwaltung ist das System sehr nützlich. Um jedoch das wahre Potenzial der Software nutzen zu können sind Grundkenntnisse zumindest in PHP und HTML mitzubringen. Für Einsteiger werden einfache Tutorials und Wikis angeboten.

ScientificCMS
Dieses CMS lässt die Herzen von Wissenschaftlern eindeutig höher schlagen, denn besonders Forschungseinrichtungen profitieren von diesem Allround-System, das anscheinend wirklich alles kann. Die wichtigsten Steckenpferde: ScientificCMS macht es sich zur Aufgabe den Zeitaufwand laufender Pflege durch sinnvolle Strukturen zu minimieren. Auch die Handhabung von Publikationen nach internationalen wissenschaftlichen Standards inklusive der Schnittstellen zum Datenaustausch wird mit diesem System optimiert. Des Weiteren unterstützt ScientificCMS die Verwaltung und Präsentation von wissenschaftlichen Forschungsprojekten nach Regeln der Profession. Ein sehr umfangreiches und praktisches CMS, welches verschiedene Rollen für verschiedene Benutzer bietet. Seit 2014 legt ScientificCMS den Fokus auf die Verwaltung von Medien.

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Zusammengestellt von Natascha Faulhaber (natascha.faulhaber@pressrelations.de)

Quellen:
http://blog.calm-n-easy.de/archiv/das-beste-cms.html
http://www.cms-garden.org/
http://www.cyres.de/cms-grundlagen/index.htm

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