Tortenschlacht: 7 Rezepte für gelungene Datenaufbereitung

As it is tasty - party!Jeder Analyst kennt das Problem: Je größer der Datensatz, desto komplizierter eine händische Aufbereitung der Ergebnisse. Die Visualisierung der erhobenen Daten bietet sich besonders an, wenn Informationen an Menschen weitergegeben werden sollen, die mit dem Zahlenmaterial nicht vertraut sind. Gelungene Datenvisualisierung schafft Aufmerksamkeit beim Betrachter! Es kommt deshalb darauf, leckere Tortengrafiken zu backen, die Appetit beim Leser wecken. Die folgenden 7 Tools helfen dabei…

Nichts ist so langweilig wie Zahlenkolonnen in Tabellenform. Mit Grafiken kann die Aufmerksamkeit des Lesers gewonnen werden und sie gilt heute als die neue Währung. – und das nicht nur im Netz. Im Grunde stellen schon simple, mit den gängigen Office-Programmen erzeugte Tabellen bereits eine grafische Aufbereitung von Daten da. Auch Diagramme sind einfache Visualisierungen, die den Zahlen eine Form geben können. Der große Vorteil in der Arbeit mit Excel, Word und Powerpoint liegt hier im Verhältnis zwischen der einfachen Handhabung und dem Ergebnis. Durch das Internet haben sich jedoch neue Möglichkeiten ergeben: Komplexität, Tiefe und Interaktivität können vereint und selbst eine große Masse an Daten anschaulich dargestellt werden.

Infografiken sind eigenständige journalistische Darstellungsformen und kommen ausschließlich in visuellen Medien zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe können Ergebnisse, Zusammenhänge und Entwicklungen überschaubar, einprägsam und gleichzeitig optisch ansprechend dargestellt werden. Bei der Erstellung sollte dabei großer Wert auf Klarheit, Genauigkeit, Anschaulichkeit sowie die Wahrung wissenschaftlicher Standards gelegt werden.

Auch Karten-Mashups sind sehr beliebt. Als Mashup bezeichnet man in diesem Zusammenhang die Erstellung von neuen Inhalten durch die Kombination von bereits bestehenden Inhalten. Jeder kennt Google Maps oder andere entsprechende Kartendienste. Ob es sich nun um einfache Landkarten oder einem Crime Mapper, wie ihn die bspw. amerikanische Polizei verwendet, handelt: Den Möglichkeiten sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Das Rezept
Im Folgenden haben wir einige praktische Beispiele an Tools aufgelistet. Bevor man aber startet sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Daten stehen zur Verfügung?
    Die Qualität der visualisierten Daten spielt eine erhebliche Rolle für die Aufbereitung. Stellen Sie daher die Vertrauenswürdigkeit der Quellen sicher und geben Sie die genannten Quellen auch an. Dies beweist nicht nur die Glaubwürdigkeit der Information selbst sondern auch Ihre Professionalität. Unterschiedliche Arten von Daten verlangen auch nach unterschiedlichen Formen der Darstellung. Schrittweise Prozesse können beispielsweise ganz einfach mit einem Zahlenstrahl dargestellt werden, während es sich anbietet mit Landkarten bestimmte Orte oder auch die zahlenmäßige Verlagerung in Relation zur geografischen Lage aufzuzeigen. Veränderungen können beispielsweise gut mit Diagrammen aufgezeigt werden.
  • Wer soll erreicht werden?
    Je nach Art der Daten, Intention der Aussage sowie Zusammensetzung der Zielgruppe sollte die Visualisierung angepasst werden. Es ist also nicht nur entscheidend, wie Daten visualisiert werden, sondern insbesondere für wen.
  • Welche Aussagen sollen transportiert werden?
    Es ist von Vorteil sich vorab zu überlegen, welches Ziel man mit der Datensivualisierung erreichen möchte: Solle die Ergebnisse informieren, unterhalten oder überzeugen? Farbliche Akzente können helfen, Botschaften zu übermitteln. Farben lösen Assoziationen bei Menschen aus: Während rot beispielsweise als negative Abweichung gedeutet wird, ist grün eher positiv behaftet. Diese Überlegungen sollten in die Auswahl des Designes miteinbezogen werden. Ebenso muss die Übersichtlichkeit gewahrt bleiben. Seiten sollten nicht zu sehr zu überladen werden, um nicht von den eigentlichen Ergebnissen und Aussagen abzulenken. Oft scheint es verlockend so viele Informationen wie möglich zu präsentieren. Doch diesbezüglich gilt eindeutig: Weniger ist mehr! Des Weiteren hilft ein kurzer, passender Titel dem Aufgezeigten zu folgen.

7 Tools sind unsere Favoriten
Es gibt zahlreiche Tools, die Möglichkeiten bieten Daten grafisch darzustellen und Inhalte durch Visualisierung zu präsentieren. Die meisten davon sind jedoch kostenpflichtig. Einige kostenlose Angebote, welche auch gute Ergebnisse in der Visulisierung erzielen, sind ebenfalls zu finden. Meist sind diese jedoch in ihrem Zugriff beschränkt oder nur für den privaten Gebrauch wirklich nützlich. Die Einschränkung hinsichtlich des Umfangs der Daten und auch der Umgang des Anbieters mit den Daten selbst ist dabei oft weniger für eine betriebliche Nutzung ist geeignet. Hier unsere Favoriten:

1. Dygraphs
Dygraphs eignet sich besonders gut um Verläufe aufzuzeigen.
Ob es sich bspw. um die Darstellung von Tages- und Nachttemperaturen oder Dygraphsanderen Werten handelt: Dygraphs bietet über die typische Darstellung mit X-Achse und Y-Achse eine ideale Möglichkeit Zeitverläufe ansprechend darzustellen. Dygraphs

2.Fusioncharts
Insbesondere für einfache Balken- und Kreisdiagramme stellt Fusioncharts eine Alternative zu Excel dar. Auch Karten und Cluster lassen sich mit dem Tool professionell darstellen. Darüber hinaus finden auch Liebhaber von 3-D-Darstellungen bei FusionchartFusionchartss was sie suchen: Zahlen lassen sich so dynamisch und anschaulich gestalten ohne das Auge zu überfordern. Fusioncharts

3. Gephi
Besonders schön ist das Design der Cluster-Darstellung von Gephi. Auch Visualisierungen in Echtzeit können mit Gephi optimal dargestellt werden. Gephi steht unter einer Open-GephiSource-Lizenz und glänzt besonders durch die einfache Bedienbarkeit. Ob es sich nun um die Auflistung der weltweiten Twitter-Nutzer, die Interak¬tion von Netzwerken oder internationale vernetzte Kooperationspartner handelt: Das moderne Design überzeugt. Gephi

4. Highcharts
Ein sehr beliebtes Tool ist auch Highcharts. Neben üblichen Balken- und Kreisdiagrammen lassen sich unter anderem auch „Heatmaps“ und „Treemaps“ kreieren. Mit besonders schönem Design schafft es Highcharts Information und kreative Darstellung optimal zu vereinen. Highcharts

Highcharts

5.  iCharts
Apple-Liebhaber werden bei der Suche nach Datenvisualisierungstools fündig. Auch iCharts bietet zahlreiche Möglichkeiten Informationen übersichtlich näherzubringen.Des Weiteren können Daten aus anderen Quellen (Google Docs, Excel, ….) integriert werden. iCharts

icharts

Kostenlose Tools

1. Many Eyes
Für kleinere Datensätze ist dieses Tool ideal. Many Eyes überzeugt durch eine einfache Handhabung und ist deshalb für Einsteiger bestens geeignet. Many eyesEinfache Diagramme sind in In wenigen Minuten erstellt und auch eine Liste mit Visualisierungsmöglichkeiten, die zeigt, welche Visualisierungen am besten für das Vorhaben geeignet sind, steht zur Verfügung. . Wie erwähnt, ist Many Eyes kostenlos, jedoch werden alle Visua¬lisierung und Datensätze auf der Many Eyes Homepage veröffentlicht und können von anderen Benutzern heruntergeladen werden. Des Weiteren sind die Möglichkeiten zur spezifischen Anpassung eher eingeschränkt und die Datengröße beschränkt sich auf 5MB. Many Eyes

2. Plotly für Chrome
Mit Plotly können größere Datenmengen analysiert und grafisch dargestelt werden. PlotlyHierfür werden lokal abgelegte Tabellen oder Dateien aus Dropbox oder Google Drive importiert. Das Tool visualisiert Zahlen in Form von Diagrammen, Histogrammen, Boxplots oder Heatmaps. Formatierungen lassen sich ebenfalls optimal anpassen. Auch das Teilen der Arbeit lässt sich via E-Mail und auch in Sozialen Netzwerken gut bewerkstelligen. Plotly

Zusammengestellt von Natascha Faulhaber (natascha.faulhaber@pressrelations.de)

Zusammengestellt von Natascha Faulhaber (natascha.faulhaber@pressrelations.de)

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