10 + 1 Tipps für gesunde Ernährung in Pressestellen

Burger, Currywurst und Kuchen - typisches Büroessen!

Burger, Currywurst, Kuchen – typisches Büroessen!

Typische Zustände in der Pressestelle eines mittelständischen Unternehmens: Otto Office schenkt mit jeder Lieferung neuer Aktenordner dosenweise Kekse und Gummibärchen, die Praktikantin feiert ihren Abschied mit Schoko-Brownies, die zu Dreivierteln aus Butter bestehen, und mittags geht es auf die Schnelle – weil noch eine Pressemitteilung raus muss – zur Currywurstbude am Parkplatz. Es ist nicht zu leugnen: Pressearbeit macht fett! Unter diesen Umständen eine gesunde Ernährung durchzuhalten ist mindestens so nervenzehrend wie eine Pressekonferenz mit fünf Vorständen durchzuführen, die nur von drei Journalisten besucht wird. PR-Leute, die Blutfette und Taillenumfang reduzieren wollen, sollten die folgenden 11 Tipps beherzigen…

Das Problem ist allseits bekannt: Wie kann man sich trotz oftmals stressigem Büroalltag gesund und ausgewogen ernähren? Der Wille ist da, doch an der Realisierung scheitert es. Wir haben 10 + 1 Trick zusammengestellt, wie der Weg zu einer gesunden Ernährung auch trotz Krisen-PR und lockender Nervennahrung in der Etagenküche leicht fällt.

1. Vorausplanen: Sie kennen das von einer guten PR-Kampagne: Damit die guten Vorsätze nicht gleich von Anfang an scheitern, muss gesunde Ernährung geplant werden. Das heißt, nicht erst kurz vor 12 Uhr im Büro überlegen, was den Mittagshunger stillen soll, um dann letztendlich aus Bequemlichkeit dem Imbiss nebenan treu zu bleiben. Besser ist es, sich schon zu Hause Gedanken machen, was auf den Teller kommen soll. Ein Wochenspeiseplan ist hier sinnvoll. Und nicht vergessen: freitags Fisch!

2. Do-it-yourself: Damit sich keine kalorienreichen Zusatzstoffe in die gesunde Mittagsmahlzeit einschleichen, ist Selbstgemachtes die beste Lösung. Auf einschlägigen Rezeptseiten wie chefkoch.de oder apotheken-umschau.de finden sich Trilliarden Rezepte, die selbst von Digital Natives zubereitet und im Jute-Umhängebeutel auf dem Fahrrad leicht transportiert werden können. Falls die Zeit nicht reicht, dann gibt es in jedem Supermarkt – sogar bei Penny – ein Kühlregal mit frischen To-Go-Produkten als einigermaßen gesunde Alternative.

3. Für Abwechslung sorgen: Kommt jeden Tag der gleiche Salat auf den Tisch, vergeht die Lust an Grünem. Deshalb ruhig mal über den Tellerrand der 08/15-Eisbergblätter schauen. Wie wäre es mit einem Asiasalat oder einem Thunfisch-Wrap? Auch ein Abstecher in ein Restaurant um die Ecke kann gesund sein – so lange nicht Schnitzel und Pommes auf dem Teller landen.

4. Nicht-Naschen verboten: Soll zwischendurch die Konzentrationsfähigkeit per Snack angekurbelt werden, dann geben Sie dem Verlangen nach! Aber intelligent. Mit einer Portion Nüsse, Gemüsesticks oder einem Apel bleibt der Stoffwechsel aktiv und die nächste reguläre Mahlzeit fällt nicht übermäßig aus. Eine kleine Notration Schokolade kann irgendwo außerhalb des eigenen Büros deponiert sein – z. B. im Briefkasten oder bei einem Kollegen im Schreibtisch. Gut sind einzeln verpackte, kleine Stücke dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil.

5. Prost! Es darf gesoffen werden: Trinken ist gesund und fördert die Konzentration – das weiß jeder Journalist und Presse-Fuzzi. Allerdings sind damit nicht alkoholische Getränke gemeint. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mindert Heißhungerattacken. Am sinnvollsten trinkt man Wasser, gefolgt von Tees oder milden (meint: mit niedrigem Fruchanteil) Saftschorlen. Limonaden oder Kaffee sollten nicht zum Durstlöschen genutzt werden, denn Sodas sind zu zuckerhaltig und Kaffee bzw. Espresso weckt Appetit auf Kohlenhydrate.

6. Mittagspause nutzen: Dass man sich fürs Essen Zeit nehmen soll ist keine Neuheit. Aber die Mittagspause dient auch der geistigen Regeneration, ermöglicht es, zwischendurch mal abzuschalten. Nebenbei: langsames Essen sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auch sättigender und besser für die Verdauung. Also, nutzen Sie die Zeit, in der in den Verlagen ohnehin nur Redaktionssitzungen stattfinden, und gehen Sie nach draußen! Essen Sie ohne Monitor oder Smartphone vor der Nase entspannt und langsam auf einer Parkbank im Freien.

7. Belohnungen bereit halten: Sie kennen das aus der Politik: Wer sich eine Zeit lang vorbildlich verhalten hat, bricht dann auch mal die ein oder andere Regel. Gönnen Sie sich eine Belohnung, wenn Sie ein paar Tage gut durchhielten, gönnen Sie sich etwas, das Ihnen in der Büroernährung am meisten fehlt – eine Tüte Gummibärchen oder eine Portion Sahne triefender Pasta. Eine!

8. Machen Sie Ihren Job: Kommunizieren Sie! Tja, das ist doch eigentlich genau Ihr Metier: Informationen verbreiten! Also dürfte es auch nicht schwer fallen, die Kollegen über das Projekt „Gesunde Ernährung trotz Arbeit in einer Pressestelle“ in Kenntnis zu setzen. Wenn alle Bescheid wissen, steigt der moralische Druck, durchzuhalten (und wir wissen, wie wichtig dieser Druck ist, wenn es mit der inneren Disziplin nicht so weit her ist), und der ein oder andere wird vielleicht weniger oft süßes Zeug anbieten. (Fiese Kollegen werden jetzt natürlich häufiger Pralinen mitbringen oder „zufällig“ auf Ihrem Schreibtisch stehen lassen). Trotzdem: Gehen Sie offen mit Ihrem guten Vorsatz um, so wird etwaigen Rückfällen vorgebeugt.

9. Solidarität einfordern: Besser wäre es natürlich, wenn sich Kollegen finden, die sich dem guten Vorhaben der gesunden Büroernährung anschließen. Das hilft nicht nur psychologisch, sondern bedeutet auch knallharte Zeitersparnis: Wechseln Sie sich mit der Zubereitung der Speisen ab und – Achtung, Provokation – teilen Sie Ihr Mittagessen! Wer weiß, vielleicht kommen Sie in den Genuss einer kulinarischen Köstlichkeit, von der Sie nicht mal ahnten. Oder noch besser: Starten Sie eine eigene Ernährungsinitiative für Ihre Abteilung und leiern Sie dem Chef einen zusätzlichen Etat dafür aus den Rippen. Motivation und so weiter. Das kann der bestimmt von der Krankenkasse erstattet bekommen (siehe z. B. hier mit-dem-rad-zur-arbeit.de)

10. Mach ’ne Präsentation draus: Visualisieren Sie Ihr Durchhaltevermögen, z. B. in Powerpoint oder in einer der zahlreichen Apps für Smartphones wie MyFitnessPal oder FatSecret. Mit einer schönen Infografik motivieren Sie sich langfristig und die gesunde Ernährungsweise wird zur Routine. Analog geht auch: Kreuzen Sie z. B. im Kalender die Tage durch, an denen kein Stück Kuchen nach dem Mittagessen verschlungen wurde oder an denen Sie tapfer unterhalb der virtuellen Kalorienschmerzgrenze geblieben sind – so haben Sie den Erfolg täglich vor Augen!

Extratipp: Gesunde Geburtstagssnacks einführen: Die Tradition, die lieben Kollegen anlässlich eines neuen Lebensjahres mit einem Stück Selbstgebackenem zu mästen, lässt sich wohl kaum abschaffen. Schlagen Sie einfach mal vor, eine gesundere Variante auszuprobieren. Vielleicht hat der ein oder andere statt des fettigen und zuckerreichen Gebäcks ja Lust, ein paar Gemüsestangen mit leckeren Dips vorzubereiten. Alternativ haben Obstkuchen aus Hefeteig im Vergleich zu Schokoladentorte viel weniger Kalorien und können ein guter Kompromiss sein. Sehr gut kommen auch Fruchtspießchen an oder sonstiges Obst, das wie Fingerfood servierfertig angerichtet wird. Zusammengestellt von Ann-Christin Werner

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