Schluss mit Balken, Säulen und Torten! Kreative Datenvisualisierung ist gefragt

Infografik_BspDie Zeit unübersichtlicher Tabellenblätter und verwirrender Schaubilder ist vorbei. Durch den Boom des Datenjournalismus hat auch die Visualisierung großer Datenmengen neue, kreativere Formen angenommen. Wissensvermittlung in originellen Bildern liegt voll im Trend! Wir haben dazu einige interessanteste Beispiele zusammengestellt.

Eine Möglichkeiten, die erst online denkbar geworden ist,  ist die Datenvisualisierung in Echtzeit. Dies kann in simpler Form geschehen, wie bei dieser Treemap, die aktuelle Google-Newsströme kategorisiert, zueinander in Verhältnis setzt und so einen guten Überblick über die Informationsflut bietet. Beeindruckend ist auch diese Echtzeit-Grafik, Google in real time, die unter anderem zeigt, wie viel Gewinne Google pro Sekunde einheimst, in der Sie auf den Bildschirm blicken.
Eine simple und bereits lang etablierte Form sind Karten-Mashups, also die Einbindung dynamischer Inhalte in Karten. Die Idee, die wohl mit der Adresssuche begonnen hat, bietet mittlerweile unzählige Möglichkeiten: Lassen Sie sich von den Zeit-Lesern den nächsten guten Bäcker in Ihrer Nähe empfehlen, oder tauchen Sie in die Gelehrtenrepublik vergangener Zeiten ein – das Projekt Mapping the Republic of Letters illustriert den regen Briefwechsel Voltaires‘, Lockes‘ & Co.
Auch etablierte Medien haben die anspruchsvolle Datenvisualisierung längst für sich entdeckt. Wie schön und stilvoll Wissensvermittlung sein kann zeigt Die Zeit in preisgekrönten Infografiken. Die Berliner Morgenpost setzt auf Interaktivität und bietet z. B. eine virtuelle Busrundfahrten mit der Linie M29 an. Entlang der Fahrtstrecke werden die großen sozialen Unterschiede der Stadt in Zahlen und Grafiken verdeutlicht.

Visualisierte Daten machen nicht nur mehr Spaß, sondern sind auch wirkungsvoller und können die Aufmerksamkeit des Betrachters ideal lenken.
Ca. 75% der Informationen nimmt ein Mensch mit dem Auge auf.
In der „datafizierten“ Welt entstehen jeden Tag aufs Neue unzählbare und unüberschaubare Datenmengen. Regierungen, öffentliche Verwaltungen aber auch private Unternehmen haben begonnen ihre Daten nach dem Prinzip der Open Data öffentlich zugänglich ins Netz zu stellen. Doch „das neue Öl“ ist im unbearbeiteten Zustand wertlos. Erst die Aufbereitung und Visualisierung der Daten schafft einen Mehrwert. Grafiken, Bilder und Karten bieten den idealen kognitiven Zugang zu in Datenbanken hinterlegten Informationen und werden somit zur Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Leonie Schulz

Buchtipp: Schöne Grafiken gibt’s auch Offline! Wer sich Anregungen zur visuellen Darstellung, fernab klassischer Formate holen will, oder einfach nur gerne auf visuelle Entdeckugsreise geht, sollte einen Blick in „Wissen in Bildern: Die besten Grafiken zu den Fragen der Welt, von Christoph Drösser werfen.

Eine Antwort zu “Schluss mit Balken, Säulen und Torten! Kreative Datenvisualisierung ist gefragt

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