Gedruckte oder digitale Nachweise? Alle Vor- und Nachteile im Überblick

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele meiner Kunden Papierclippings beziehen, obwohl wir doch eigentlich längst im Digitalzeitalter angekommen sind. Liegt es daran, dass die Pressestellen häufig von ehemaligen Journalisten gemanagt werden, die ein Faible für Gedrucktes  haben, weil sie es unabänderlich und Schwarz auf Weiß in den Händen halten (und später ordentlich abheften) können? Sind ihnen digitale Nachweise der E-Papers oder gar Hyperlinks zur unsteten, verworrenen Onlinewelt zu flüchtig und zu wenig sinnlich? Im folgenden benenne ich die wichtigsten Vor- und Nachteile der  Beobachtungsformen Papiernachweise und Digitalclippings.

Vorteile der Papierclippings
– Sie erhalten die Originalausschnitte aus Zeitungen oder Zeitschriften im Layout
– Sie dürfen jeden Artikel bis zu 7 mal kopieren und intern verbreiten, erst danach werden Lizenzgebühren fällig.

Nachteile der Papierclippings
– Sie erhalten die Nachweise frühestens mit einem Tag Verspätung, meistens deutlich später.
– Der Dienstleister trifft für Sie die Auswahl entsprechend dem Suchprofil, Sie müssen alle Artikel abnehmen, auch wenn sich die Inhalte doppeln oder es saisonal sehr viele Clippings werden.
– Die Clippings sind fest an einen Ort gebunden und können nicht online ausgetauscht werden.
– Die Artikelinhalte können nicht digital nach Stichworten durchsucht werden.

Vorteile der digitalen Printclippings
– Schnelligkeit: Sie erhalten die aktuellen Meldungen des Tages schon am morgen.
– Räumliche Flexibilität: Sie können die Meldungen via Internet an jedem Ort der Welt empfangen und mit anderen teilen.
– Weiterverarbeitung: Die Meldungen können problemlos zu digitalen Pressespiegeln verarbeitet werden.
– Umfangreiches Medienpannel: Alle großen Tageszeitungen, Zeitschriften und Nachrichtenagenturen sind enthalten.
– Keine Begrenzung auf feste Suchbegriffe: Sie können jederzeit die Suchbegriffe ändern und auch Artikel kaufen, die nicht den Voreinstellungen Ihrer Suche entsprechen. Dadurch ist auch die Erstellung von thematischen Pressespiegel möglich, unabhängig davon ob ein bestimmter Suchbegriff enthalten ist oder nicht.
– Kein ‚Übersehen‘ von Treffern möglich, denn die Auswertung erfolgt nicht manuell wie bei der klassischen Papierbeobachtung, sondern mithilfe einer elektronischen Suchabfrage.
– Gleichlautende Meldungen, die in mehreren Unterausgaben eines Mediums erschienen sind, müssen nicht mehrfach abgenommen werden. Sie können selbst entscheiden, welche Meldung Sie kaufen und welche Sie sich sparen.
-Alle Meldungen können vor dem Kauf vollständig gelesen werden.
-Die Digitalbeobachtung kann mit der Beobachtung anderer Gattungen wie Online-, TV- und Hörfunkbeobachtung kombiniert werden.

Nachteile der digitalen Printclippings
– Für gekaufte Artkel werden Lizenzgebühren in Abhängigkeit vom Medium und der Nutzerzahl fällig.
– Die Standardlizenz berechtigt zur Speicherung der Nacheise für maximal ein Jahr. Längere Aufbewahrungszeiten erhöhen die Kosten. (Oder man druckt den Artikel einfach einmal aus und legt ihn ab!)
– Zur Verwaltung und Weiterverarbeitung der Digitalclippings zu Pressespiegeln wird kostenpflichtige Software benötigt, die von verschiedenen Dienstleistern angeboten werden.
– Für die Auswahl der Meldungen (Lektorat) aus dem digitalen Archiv ist Zeitaufwand oder die Beauftragung Dienstleisters eines erforderlich. Dadurch entstehen Kosten, deren Höhe von Anbieter und Leistungsumfang abhängig sind.

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