Nachrichtenfaktoren entscheiden über Aufbau von Pressemitteilung

Um eine gute Medienmitteilung zu schreiben, muss man kein Dichter sein – im Gegenteil! Presseaussendungen sind eher Handwerk als Kunst. Werden einige Regeln beachtet, erhöht sich die Chance, dass Ihre Informationen von den Medien aufgegriffen werden.

Eine Pressemitteilung sollte genau so aufgebaut sein, wie auch eine journalistische Kurzmeldung: druckreif und mit dem Wichtigsten zuerst, ohne dass der Redakteur sie überarbeiten muss. Darüber freut sich der Journalist, denn er spart Zeit, und der Versender der Mitteilung bleibt in guter Erinnerung. Die Überschrift und die ersten Sätze einer Pressemitteilung sollten die W-Fragen beantworten, in ihnen sollte alles Wichtige über ein Ereignis oder seine Ergebnisse berschrieben sein. Die W-Fragen lauten:

  • Was ist passiert?
  • Wer hat etwas gemacht?
  • Wann ist etwas passiert?
  • Wo ist es passiert?
  • Wie ist es passiert?
  • Warum ist es passiert?
  • Welche Quellen kann ich anführen?

Die W-Fragen sollten nach ihrer Wichtigkeit beantwortet werden, was wichtig ist, kann anhand der Nachrichtenfaktoren entschieden werden. Am einfachsten ist ein Wer-Was-Einstieg, der zuerst die Fragen beantwortet “Was ist passiert?” und “Wer hat etwas gemacht?”. Im nächsten Abschnitt können Details über den Hergang des Ereignisses beschrieben werden. Erst danach sollten die Hintergründe erläutert werden, also z. B. in welchem Zusammenhang das Geschehen steht und welche Konsequenzen es haben wird. Wenn Sie sonst noch etwas mitteilen möchten, was nichts direkt mit dem Ereignis zu tun hat, gehört das in den letzten Abschnitt , z. B. wenn Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Organistaion beschreiben wollen.

Die fertige Pressemitteilung muss Satz für Satz von hinten gekürzt werden können, ohne, dass wichtige Informationen verloren gehen und die Mitteilung nicht mehr verstanden wird. Reduziert man die Nachricht lediglich auf die Überschrift und die ersten Sätze, sollte alles Wichtige (die W-Fragen) gesagt sein. Denn oft entscheiden nur Überschrift und die ersten zwei Sätze, ob die Pressemitteilung in einer Redaktion gelesen und genutzt wird oder im Papierkorb landet.

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Eine Antwort zu “Nachrichtenfaktoren entscheiden über Aufbau von Pressemitteilung

  1. Pingback: Ohnmacht der Pressesprecher: Warum Sie Ihre Medienresonanz manchmal kaum beeinflussen können | Widerhall

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